Monatsarchiv: Januar 2014

Geschichte von allen für alle?

Erinnerungskulturen 2.0 – Nordeuropa und der Zweite Weltkrieg im Internet

Knapp 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Möglichkeiten zur Kommunikation vielfältiger und beschleunigter denn je. Die technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte machen eine Quellenarbeit auch mit den sogenannten Neuen Medien, also Blogs, Foren, Homepages usw. möglich. Im Hinblick auf Darstellungen und Interpretation von Erinnerungen im Internet ergeben sich neue Forschungsfragen, die sich in der traditionellen Geschichtsschreibung bisher so nicht gestellt haben. In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit Formen und Interpretation von Erinnerung(en) in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg in Nordeuropa. Gleichzeitig macht die Beschaffenheit unseres Materials ein Erweitern der Bewertung der Quellen, also der klassischen Quellenkritik der Geschichtswissenschaften, notwendig. Zentrale Leitfragen waren dabei:

–          Was und wie wird erinnert?

–          Wer erinnert/spricht? (Personen, Institutionen…? Perspektive(n)?)

–          Welche Eindrücke entstehen daraus und wie können diese bewertet werden?

Unter diesen Gesichtspunkten werden in den kommenden Wochen drei Gruppen zu unterschiedlichen Themen arbeiten und die Ergebnisse hier veröffentlichen.

So wird sich eine Gruppe damit beschäftigen, welche Aspekte der finnischen Geschichte im Zweiten Weltkrieg im Internet verschwiegen werden. Eine weitere arbeitet zu privaten und institutionellen Erinnerungskulturen in Norwegen und eine dritte mit Fokus auf Erinnerungen an die sog. krigsbarn und deren Angehörige.

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