Die Zukunft der Musikbranche – Streaming-Dienste

Spotiy

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Platten sind retro, CD’s schon wieder out und Musicdownload überholt. Napster, simfy, Spotify & Co., sogenannte Streaming-Dienste, sind nun das must have. Während Schweden bereits 82 Prozent der digitalen Umsätze mit Online-Streaming macht, steckt die Musikbranche in Deutschland diesbezüglich noch in den Kinderschuhen …

On-Demand-Streaming Dienste, also die Möglichkeit, jeden beliebigen Song zu jeder beliebigen Zeit an jedem beliebigen Ort über das Internet abrufen zu können, sind inzwischen die Zukunft. Bereits  Ende 1990 eroberte Napster den Markt und „bedrohte“ erstmals die Musikindustrie. Der schwedische Streaming Dienst Spotify hat vor allem bei der jüngeren Generation einen regelrechten Hype ausgelöst.

Die Musik-Streaming-Software Spotify wurde 2006 in Schweden gegründet und ermöglicht es, Musik kostenlos und legal zu streamen. Laut url-spion ist spotify.de auf Platz 852 der meist besuchten Homepages innerhalb Deutschlands. Im Herkunftsland Schweden liegt die Homepage auf Platz 188. Auch die anderen skandinavischen Länder nutzen Spotify weitaus mehr als Deutschland.

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In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass Spotify in Skandinavien eine höhere Reichweite im Gegensatz zu Deutschland erzielt? Ein Grund dafür ist, dass Spotify in Deutschland erst im Frühjahr 2012 auf den Markt kam. Zudem war und ist die Verwertungsgesellschaft GEMA mitverantwortlich für die zu Beginn zurückhaltende Nutzung.  Die GEMA verwaltet in Deutschland die Urheber- und Nutzungsrechte der nationalen und internationalen Künstler. Die GEMA kritisiert an Spotify sowohl die teilweise kostenlose Nutzung als auch den geringen Erlös für die Künstler. In Schweden hingegen gibt es kein vergleichbares Pendant. Daher wird die Nutzung von Musikstreaming-Diensten als erfolgreiches Konzept gegen die Musikpiraterie gesehen.

Auch Robert Defcon sieht in Spotify eher einen Gewinn als Verlust für die Musikbranche. So seien in Schweden erhebliche Umsatzsteigerungen im digitalen Musikbereich zu verzeichnen. Immerhin werden laut Defcon im „Vorreiterland Schweden bereits 82 Prozent der digitalen Umsätze mit Online-Streaming gemacht…“. In Deutschland hingegen seien es 2012 gerade einmal 2 Prozent. Doch was passiert eigentlich mit den offline Tonträgern? In Schweden ließ sich nachweisen, dass der Digitalmarkt dem offline Markt keinen Schaden zufügt, sondern die offline Einbrüche durch die Internet Nutzer ausgleicht. Wie lange es dauert bis auch der deutsche Musikmarkt solche Zahlen verzeichnen kann bleibt abzuwarten.

Aber sowohl nationale als auch internationale Künstler haben längst erkannt, dass Streaming- Dienste die Zukunft sind. So verweisen Künstler, wie beispielsweise Bosse auf ihren Facebookprofilen auf den kostenlosen Dienst von Spotify.

Zudem eröffnen sich dank Streaming-Diensten auch neue Wege für die Hochschullehre: So wurde im Kurs Nordic music am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin Spotify genutzt, um Songlisten zu erstellen. Auf diese Weise hatten die Studenten und Studentinnen je nach Thema direkten Zugang zur skandinavischen Künstlern und deren Musik.

Wer Spotify kostenlos nutzen möchte, muss jedoch mit Werbung zwischen den Titeln rechnen. Ein Abo ohne Werbemaßnahmen gibt es ab 4,99€ in Deutschland. Legales und bezahlbares Streamen ist die Zukunft.

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Kategorien: Allgemein, Internetrecht, Internetzensur, Medien in Nordeuropa, Nordeuropa, Schweden, Studium 2.0, Web 2.0-Tools | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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