Wikis, Wikipedia & Wissenschaft

Flickr CC BY-NC 2.0
Graphic by Octavio Rojas

Wikipedia ist allgegenwärtig. Das kostenlose Online-Nachschlagewerk hat sich seit seiner Gründung (2001) zu einem echten Dauerbrenner und zum bekanntesten Wiki entwickelt. Wikipedia existiert mittlerweile in 285 Sprachversionen [Stand April 2012] und allein in der deutschsprachigen Version finden sich derzeit 1.423.014 Artikel. Die Vorteile von Wikipedia im Vergleich zu gedruckten Enzyklopädien scheinen auf der Hand zu liegen: enorme Kostenersparnis und örtlich unbegrenzte Verfügbarkeit dank Notebook, Smartphone oder Tablet-PC. Natürlich ist Wikipedia nicht das einzige digitale Nachschlagewerk. Mittlerweile sind alternativ dazu auch weitere internet- oder softwarebasierte Lexika und Nachschlagewerke verfügbar (Brockhaus, Duden, Encyclopaedia Britannica etc.), doch der Popularität von Wikipedia hinken sie eindeutig hinterher. Der Erfolg von Wikipedia ist jedoch nicht allein durch Kostenersparnis und Verfügbarkeit zu erklären, sondern durch das grundsätzliche Funktionsprinzip von Wikipedia (und natürlich aller anderen Wikis auch!). Jede(r) kann Artikel in Wikipedia verfassen und verändern. Dazu bedarf es lediglich eines beliebigen internetfähigen Gerätes und eines Browser (Firefox, Safari, Opera etc.), in dem Artikel und Einträge einfach und direkt verfaßt werden können. Durch Wiki(pedia)ist es möglich geworden, ein eigenes Lexikon zu erstellen, das der (Internet-) Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt und von jedem verändert und erweitert werden kann.

Dieses Funktionsprinzip macht die Arbeit mit Wikis auch im Rahmen von studentischen oder wissenschaftlichen Projekten interessant. Dabei gilt jedoch einiges zu beachten: Wie bei jeder neuen Arbeits- oder Publikationsplattform muß man sich zu Beginn mit den technischen Anforderungen vertraut machen, d.h. um ein Wiki zu erstellen, muß zuerst die passende, möglichst einfach zu beherrschende Software, die Wiki-Engine, gefunden werden. Mit dieser Software wird die Grundlage für das eigene Wiki geschaffen, in dem dann jede und jeder veröffentlichen kann. Ist das getan, ist es auf jeden Fall ratsam, sich über die Publikationsbedingungen im Wiki zu verständigen. Wie bereits beschrieben, bieten Wikis die Möglichkeit, eigene Inhalte zu veröffentlichen und bereits bestehende Inhalte zu verändern. Das kann sich jedoch schnell als Fluch oder Segen herausstellen, wenn zu Projektbeginn die Bedingungen wissenschaftlichen Arbeitens und Publizierens im Wiki nicht genau festgelegt wurden. Sind alle Steine aus dem Weg geräumt, bietet die projektorientierte Arbeit mit Wikis ganz neue Möglichkeiten und Wege, um zum Beispiel in Form des kollaborativen Schreibens ein fachspezifisches Online-Nachschlagewerk mit echtem wissenschaftlichen Anspruch zu erstellen.

Advertisements
Kategorien: Web 2.0-Tools | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: