Blogosphäre und Wissenschaft – eine erfolgreiche Ehe?

Blogoschaft & Wissen(s)sphäre
CC-BY-NC-SA Jan Hecker-Stampehl

Die Frage, die in den letzten Jahren häufig diskutiert wird, lautet: Können Blogbeiträge als ein guter Träger für wissenschaftliche Inhalte dienen? Unter den vielen Vorteilen von Blogs, die einem sofort einfallen, ist ihre leichte Zugänglichkeit, was in der heutigen Welt von großer Bedeutung ist. Ein paar Klicks sind ja schneller und einfacher, als stundenlang in der Bibliothek durch Bücher zu blättern. Auch für den Blog-Autor selbst ist die Aufgabe viel einfacher geworden. Wissenschaftler und Fachleute aus verschiedenen Bereichen können ohne große Mühen und Kosten ihre Texte für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Und was am wichtigsten ist, sie brauchen keine besonderen Fähigkeiten oder Computer-Kenntnisse. Auch die technische Form der Blogbeiträge ist sehr praktisch für die Wissenschaft: die Möglichkeit, lange Texte mit einer unbegrenzten Anzahl von Zeichen zu veröffentlichen. Wahrscheinlich die attraktivste Eigenschaft der Blogbeiträge ist die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Lesern. Durch die Möglichkeit, Kommentare einzufügen und eine Reaktion auf den Text mitzuteilen, können die Leser sich an der Diskussion über den Inhalt beteiligen. Auf diese Weise beschleunigt sich der Prozess des Meinungsaustauschs und wird gleichzeitig viel effektiver. Die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Texten in Form von Blogs hat allerdings auch offenkundige Nachteile. Die Prüfbarkeit des Blog-Inhalts lässt noch viel zu wünschen übrig. Auch die Qualität der wissenschaftlichen Blogs ist nach wie vor nicht einfach einzuschätzen. Dies könnte sich dennoch in kurzer Zeit ändern unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit, mit der Internet und Blogosphäre sich heute entwickeln. Es bleibt auch die Frage der Anerkennung von wissenschaftlichen Blogs in akademischen Kreisen. Das Internet als Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis wird an vielen Universitäten immer noch nicht ernst genommen. Daher ist es eine Überlegung wert, wie man praktisch das Wissen aus Blogs nutzen kann und was die Grenzen der Nutzbarkeit dieses Mediums eigentlich sind? Die Zeit wird zeigen, ob Technologie und Tradition Hand in Hand gehen können. In der heutigen Welt ist die Möglichkeit, Zeit zu sparen von allergrößter Wichtigkeit. Dies ist wahrscheinlich das entscheidende Argument, welches zugunsten der Kombination von Wissenschaft und Blogs spricht.

Auf einen Blick:

Vorteile:

  • leichte Zugänglichkeit
  • die Möglichkeit, Texte einfach und kostenlos zu veröffentlichen
  • Computer-Kenntnisse sind nicht erforderlich
  • Gedankenaustausch durch Leserkommentare

Nachteile:

  • die Qualität der Blogs ist nicht einfach einzuschätzen
  • Internet als Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis oft nicht ernst genommen
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