Wissenschaft und Studium mit Facebook?!

Die Humboldt-Universität
auf Facebook

Facebook ist mit etwa 900 Millionen Nutzern weltweit das wohl größte soziale Netzwerk. Nahezu jeder Student besitzt heutzutage einen Account, doch im Alltag an Deutschlands Universitäten wird dieses Medium kaum genutzt, zumindest nicht außerhalb der privaten Kommunikation. In anderen Ländern Europas sieht das völlig anders aus: So bietet die London School of Business and Finance auf Facebook ein Programm für Masterstudenten an. Online werden Videovorlesungen abgehalten, Fallstudien präsentiert und Podiumsdiskussionen organisiert.

Derart neue Wege beschreitet man nicht einmal in den skandinavischen Ländern, obwohl das Internet und soziale Netzwerke hier dank eines oftmals gut ausgebauten Breitbandnetzes eine große Rolle im Alltag der Studenten spielen. Die meisten schwedischen Universitäten verfügen aber zumindest über einen Facebook-Account und nutzen diesen als Kommunikationskanal, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, die oft über die eingeschriebenen Studenten hinausgeht. Die Stockholmer Universität zum Beispiel stellt auf ihrer Facebook-Seite neue Studien vor, die an ihren Instituten entstanden sind, informiert über Veranstaltungen, Kurse und sogar Stellenangebote für Studenten finden sich hier. Auch im Nachbarland Norwegen wird Facebook intensiv genutzt und das nicht nur für private Zwecke. Mit einem Klick ist es beispielsweise möglich geplanten Veranstaltungen und neuen Forschungsergebnissen des Holocaust-Senters in Oslo zu folgen.

Doch wie kann man Facebook am effektivsten im Universitätsalltag verwenden? Auf diese Frage gibt es womöglich genauso viele Antworten wie Möglichkeiten. Vorstellbar sind Projektarbeiten über offene, geschlossene oder private Gruppen. Hier können sich Studenten und Dozenten austauschen und auch außerhalb der Vorlesungen ihre Fragen loswerden. Zudem lassen sich relevante Links zum Themengebiet eines Seminars verbreiten und im Krankheitsfall können Studenten selbst noch auf dem Weg zur Uni erreicht werden, denn laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Comscore sind immer mehr Menschen auch mit ihrem Handy online. Im September 2011 verschafften sich demnach allein in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien etwa 55 Millionen Menschen auf ihrem mobilen Endgerät Zugang zu sozialen Netzwerken und die Akzeptanz steigt weiter an. Die Kehrseite der Medaille: Alle sind theoretisch immer und überall erreichbar. Das stellt Lehrende und Studenten vor Herausforderungen, denn irgendwann soll schließlich auch Zeit sein für das Privatleben.

Auf einen Blick:

Vorteile

  •  schnelle Bekanntgabe und Verbreitung neuer Untersuchungsergebnisse und Projekte
  •  leichte Handhabung für Interessierte wissenschaftlichen Projekten zu „folgen“
  •  Bereitstellung wissenschaftlicher Ergebnisse für „breite Masse“
  •  schneller Austausch zwischen Wissenschaftlern
  •  einfach „auf neuestem Stand“ zu bleiben

Nachteile

  •  schnelle Bekanntgabe birgt mögliche Gefahr der Ungenauigkeit
  •  Datenspeicherung durch Facebook
  •  Nutzung in Deutschland ausschließlich für private Kommunikation akzeptiert
Kategorien: Web 2.0-Tools | Schlagwörter: , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Wissenschaft und Studium mit Facebook?!

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